Treppe renovieren - so geht es

Ausgetretene Stufen, knarrende Beläge, schiefe Geländer: Wenn die Treppen im Eigenheim sichtbar in die Jahre kommen, sind sie keine Augenweide mehr. Zudem entsprechen manche älteren Aufgänge nicht den Anforderungen, die wir heute an Sicherheit und Komfort stellen. DIN-Normen, Landesbauordnungen und weitere Regelwerke mit sperrigen Titeln wie die "Leitlinie für die europäische technische Zulassung für vorgefertigte Treppenbausätze" geben Eckdaten vor, die eine sichere Treppe auf dem Stand der Technik heute erfüllen muss. Es wird notwendig, die Treppe zu renovieren. Sind Kinder im Haushalt oder spielt die altersgerechte Wohnraumgestaltung eine Rolle, dann kommen weitere sicherheitsrelevante Anforderungen hinzu. Wir erklären, worauf es dabei ankommt.

Treppen-Check zeigt Verbesserungsmöglichkeiten

Wer über eine Erneuerung seiner Treppenanlage nachdenkt, kann mit einem Treppen-Check vom Fachmann mehr über den aktuellen Zustand und Verbesserungsmöglichkeiten erfahren. Der Fachmann überprüft bei einer Begehung des Hauses den objektiven Zustand der Treppe. Anhand einer Fragenliste ermittelt er zusätzlich, wie sicher und komfortabel der Aufgang in der alltäglichen Nutzung der Bewohner wahrgenommen wird. Oft gibt es auch Schwachstellen, die nicht auf den ersten Blick zutage treten. Eine wichtige Rolle spielt ebenfalls die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben und Normen, zum Beispiel bei der Steigung der Treppe, der Stufenbreite oder beim Aufbau des Geländers. Wie sich die Sicherheit für Kinder, Senioren oder Menschen mit Einschränkungen verbessern lässt, weiß der Treppenfachmann ebenfalls und berät bei der Treppensanierung.



Alte Treppe renovieren oder neue Anlage einbauen?

Wenn es erforderlich ist, die Treppe zu renovieren, muss es nicht immer eine komplett neue Treppenanlage sein. Oft genügt es bereits, die Ausleuchtung zu verbessern oder den Belag mit einem Renovierungssystem zu erneuern, das einfach über den vorhandenen Stufen verlegt und fest mit ihnen verbunden wird. Mehr Freiheit bei der Gestaltung des Wohnraums bietet eine komplett neue Treppe, deren Einbau dank heutiger Systeme weit weniger aufwändig ist, als viele modernisierungswillige Eigenheimbesitzer vermuten. Oft lassen sich Räume damit komplett umgestalten und Raumaufteilungen neu ordnen.

Raumangebot und persönliche Vorlieben bestimmen die Treppenform

Ob eine neue Treppe gerade an der Wand verläuft, ein- oder mehrfach gewendelt oder geschwungen geplant wird, hängt neben den persönlichen Vorlieben auch vom Raumangebot ab. So sind teilgewendelte Treppen in der Regel die platzsparendste Variante, während elegant geschwungene Wände viel Platz benötigen. Seit Jahren beliebt sind frei im Wohnraum verlaufende, offene Treppenformen, die mehr Leichtigkeit ins Haus bringen. Typisches Beispiel ist etwa die vor fast 50 Jahren erstmals vorgestellte Bucher-Treppe, die alleine durch die Wandverankerung und den Handlauf getragen wird.

Leichte und luftige Treppenformen

Noch luftiger und leichter wirken Kragstufentreppen, bei denen die offenen Stufen nur in der Wand verankert sind und frei in den Raum ragen. Es gibt viele Möglichkeiten, die Treppe zu renovieren. Faltwerktreppen mit geschlossener Setzstufe setzen geometrische Akzente, ebenso wie moderne Treppen mit Stahlwangen. Das nach wie vor beliebteste Treppenmaterial für die Stufen ist Holz. Mutige setzen auch auf transparente Stufen aus bruchsicherem Glas. Vor der Entscheidung kann man sich in Treppenstudios, die es in ganz Deutschland gibt, selbst ein Bild davon machen, wie verschiedene Treppenformen, -stile und -materialien wirken und welche Komfortausstattungen es gibt.



Quelle: djd/Treppenmeister